Über uns

Die Initiative Kein Vergessen gründet sich 2011, um an den Mord an Frank Bönisch zu erinnern, der am 24.08.1992 von einem Neonazi in Koblenz erschossen wurde, weitere Menschen wurden angeschossen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Mord weitgehend vergessen, nichts erinnert in der Öffentlichkeit an die Tat. Wir beschlossen, dies zu ändern und setzen uns mit Unterstützung von Organisationen aus der Koblenzer Zivilgesellschaft für einen Gedenkstein ein. Der Stadtrat schließt sich 2021 parteiübergreifend diesem Anliegen an und ein Gedenkstein in der Innenstadt wird verlegt.

Seitdem setzen wir uns jährlich mit einzelnen Veranstaltungen oder auch einer kleinen Veranstaltungsreihe mit dem Mord an Frank Bönisch und den gesellschaftlichen Zusammenhängen auseinander.

Der Anschlag auf den Koblenzer Zentralplatz war kein Zufall: Frank Bönisch galt als „Alternativer“, der Ort der Tat war Treffpunkt für Wohnungslose, Punks und Drogenkonsument:innen. Zeitgleich zu den rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen beschloss der Koblenzer Neonazi Andy H., auch in seiner Heimatstadt „loszuschlagen“. In Koblenz ist es gesellschaftlicher Konsens, dass es sich bei dem Mord an Frank Bönisch um eine rechtsextreme Tat handelt. Schon kurz nach dem Anschlag gab es in Koblenz große Demonstrationen, an denen sich 1992 weit über 1000 Menschen beteiligten. 

Doch wenn die Bundesregierung zu Todesopfern rechter Gewalt befragt wird, wird Frank Bönisch nicht genannt. Dies ist auch bei den anderen Todesopfern von rechter Gewalt aus Rheinland-Pfalz der Fall: offenbar wurden keine Fälle nach Berlin gemeldet!

Um das zu ändern, wenden wir uns am 24.08.2021 mit einem offenen Brief an Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Der Brief wird von 13 Organisationen sowie von Einzelpersonen erstunterzeichnet.

 

Veranstaltungen, Presseartikel und Bilder aus der Zeit 2011 bis 2020 sind auf unserer alten Homepage archiviert: http://initiativekeinvergessen.blogsport.de/